Europas Abhängigkeit vom Erdöl
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Die hoch entwickelte Kultur Europas ist heutzutage so abhängig von diesem Rohstoff das ein Marktaustausch durch Regenerative Energien derzeit unvorstellbar wäre. Auch wenn es rein theoretisch durchaus möglich wäre das Rohöl durch anderes zu ersetzen. Diese extreme Abhängigkeit bringt nicht nur Probleme wirtschaftlicher Natur, auch die Außenpolitik ist nach dem 11. September stark in diesem Thema involviert. Würden Arabien und andere Lieferanten den „Öl-Hahn“ zudrehen stünde Europa vor einer ernsten Krise die einen Krieg mit Sicherheit nicht ausschließen könnte. Allerdings muss man dennoch die Methoden der Förderung des „schwarzen Goldes“ hinterfragen. Auch wenn der Weltweite Hauptlieferant immer noch die Arabischen Emirate darstellt werden z.B. in Südamerika große Teile der Regenwälder abgeholzt um Anlagen für die Rohölförderung zu errichten. Die dort lebende Bevölkerung wird oftmals mit Billiglöhnen in eine der großen, meist europäischen oder amerikanischen Firmen, eingestellt. In der Unterrichtsreihe im Fach Politik bekamen wir in einer Dokumentation sogar zu sehen wie eine Familie 40 Hühner gegen ein Grossteil ihres Grundstücks eintauschte. Im nachhinein stellte sich heraus das diese Familie nicht über das Wissen und die Kapazität verfügte um diese 40 Hühner ertragbringend zu bewirtschaften. Diese Art von Handel kann man nur als eine unverschämte „Abzocke“ verurteilen.

Rohöl-Verbrauch

Diese Statistik macht deutlich das Rohöl von Jahr zu Jahr mehr an Wichtigkeit für die gesamte Welt gewinnen wird. Auch wenn Asien seine eigenen Ölvorkommen hat ist vor allem China mit über 1,2 Milliarden Einwohnern eine Nation die in nicht allzu ferner Zukunft den Rohölverbrauch und die damit zusammenhängenden Folgen wie die Belastung der Erdatmosphäre durch CO2 weit in die Höhe schnellen lassen wird doch auch Europas CO2 Haushalt wird nicht sinken, im Gegenteil, er wird stetig steigen, wie es diese Statistik verdeutlicht:

CO2-Belastung

Kommen wir zurück zum Problem Europa und seine Abhängigkeit von Erdöl. Rolf Linkohr, Mitglied des Europäischen Parlaments, sieht, „falls nicht besondere Maßnahmen ergriffen werden“ vorher, „dass die europäische Union in 20 bis 30 Jahren ihren gesamten Energiebedarf um bis zu 70% mit eingeführten Produkten decken muss.“ Derzeit sind es etwa 50% wofür 1999 240 Milliarden €, umgerechnet 1,2% des Bruttoinlandprodukts bezahlt werden mussten. 45% der Erdöl einfuhren stammen aus dem Mittleren Osten und die Abhängigkeit von diesen Ländern wird zunehmen und der Einfluss Europas auf den Weltenergiemärkten ist sehr gering. In Deutschland liegen wir über dem EU-Durchschnitt. Rechnet man wiederum die Kernenergie zu den heimischen Energien, dann hatten wir 2001 eine Importquote von 62%. Für die eingeführte Steinkohle, das Öl und das Gas musste die Bundesrepublik Deutschland im Jahre 2001 40 Milliarden € bezahlen. Die Erweiterung der EU um die Staaten Mittel- und Osteuropas macht die Abhängigkeit auch nicht geringer denn auch diese Staaten importieren mehr Rohöl als sie erzeugen. Man merkt das das Thema Erdöl eines der größten Probleme Europas darstellt da man sich heutzutage ein Leben ohne diesen Rohstoff nicht mehr vorstellen könnte, doch trotz allem sollte man die Folgen die die Förderung in manchen Ländern an den Tag bringt nicht übersehen und alles daran setzen eine für alle faire und Umweltverträgliche Lösung zu finden. Denn wenn das nicht geschieht ist die Erde in ein paar hundert Jahren noch voller Öl nur die Menschen sind bereits an den Abfallprodukten dieses Luxusgutes erstickt.

Autoren: Mark Zorn, Nicklas Henning
Letztes Update war am 20.11.2005 | 130035 Abrufe