Zerstörung des Regenwaldes
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Das Regenwaldgebiet Amazoniens umfasst ein Gebiet von 7,6 Millionen Quadratmetern das flächenmäßig mit Europa vergleichbar ist. Es berührt die Gebiete der Länder Brasilien, Kolumbien, Venezuela, Ecuador, Suriname, Guyana, franz. Guyana, Bolivien und Peru. Es handelt sich um das größte noch zusammenhängende Regenwaldgebiet der Welt. Die Mehrzahl der Tier- und Pflanzenarten, die uns bekannt sind, haben dort ihren Lebensraum.

Fläche des tropischen Regenwaldes
Der tropische Regenwald
(Copyright by Abenteuer Regenwald)

Der Regenwald ist ein Teil der grünen Lunge der Erde.
Der Regenwald ist der Wasserspeicher unserer Erde.
Der Regenwald ist der Kohlenstoffspeicher unserer Erde.



Der Regenwald beeinflusst die Winde auf der ganzen Welt und damit auch das Wetter weltweit. Außerdem filtert er die Luft und reinigt das Wasser. Seit Millionen von Jahren hat sich hier ein gesamtes Ökosystem entwickelt und jeder Organismus hängt von dem anderen ab. Stirbt also einer, sterben alle dazugehörigen auch aus. Eine Kettenreaktion tritt ein. Wenn er nicht den Kohlenstoff speichern würde, würde dies zu einer globalen Erwärmung führen.
Über 400 indigene Völker, die unterschiedliche Sprachen und Kulturen angehören, haben dort ihre Heimat. Jedoch haben alle diese Völker eine schonende Wirtschaftsweise mit dem, was der Regenwald hervorbringt und sie haben Respekt vor dem Lebensraum Wald. Er bringt den Menschen, die dort leben, alles was sie zum Leben brauchen. Nahrung, Einkommen und Erosionsschutz für die fruchtbaren Böden. Um biologische und forstwirtschaftliche Ziele zu erreichen muss der Wald nicht abgebrannt und in landwirtschaftliche Flächen umgewandelt werden. Durch die Zerstörung werden zwar Gewinne für die Besitzer hervorgebracht, jedoch halten diese nur über einen kurzen Zeitraum an. Danach wird die Armut, Verwüstung, Erosion, Klimaveränderungen und Umweltflüchtlinge langfristig weitergeführt.



Der Verrat am Regenwald

Zerstörter Regenwald Vor Tausenden von Jahren waren noch 13% der Erdoberfläche mit tropischem Regenwald bedeckt. Bis jetzt ist die Fläche des Regenwaldes bis auf 6% zurückgegangen und die Regenwaldzerstörung wird auch vorübergehend nicht zurückgehen. Die Menschen, die in diesen Gebieten leben sind arm und daher auf den Holzexport angewiesen um Geld für Medikamente und ähnliches zu verdienen/bekommen. Es wurden bereits 31 Hektar Wald zerstört und die meisten Hölzer/Bäume und Lebewesen sind vor dem Aussterben bedroht. Doch nicht nur die Hölzer, die zum Holzexport verwendet werden, sind von dem Aussterben bedroht, sondern auch die umliegenden Bäume werden angegriffen und zerstört. Vor allem, weil viele Bäume, die einen sehr dicken Stamm und beste Wuchseigenschaften haben, herausgeschlagen werden. Dazu müssen sogenannte Einschlagschneisen angelegt werden, wodurch umliegende Bäume geschädigt werden. Durch die Zerstörung der mächtigen Bäume sterben auch andere Pflanzen, die wichtige Nährstoffe für den Erdboden abgeben. Und weil die Nährstoffe nun fehlen, besteht noch nicht einmal mehr die Möglichkeit, dass die Bäume nachwachsen.

Schätzungsweise sind von 1982 bis 2000 ca. 500 000 bis 2 Millionen Tier- und Pflanzenarten ausgestorben. Darunter sind auch viele, die der Wissenschaft noch nicht bekannt waren. Die Gründe dafür sind, dass die Lebensräume durch das Abholzen zerstört, die Umweltverschmutzung und die Ausbeutung des Regenwaldes rapide zugenommen haben. Es gehen pro Jahr ca. 10-20 Millionen Hektar Regenwald verloren. Pro Minute werden auf der Erde Baumbestände in der Großenordnung von ca. 35 Fußballfeldern für immer vernichtet. Schlimmerweise sind rund 80 Prozent des Holzeinschlages in Indonesien aus illegalen Quellen. Das heißt, dass man davon ausgehen kann, dass auch 80 Prozent der Produkte, die auf dem deutschen Markt sind, leider aus illegalen Quellen kommen. Und das interessiert die Menschen in Deutschland nicht. Da sie nur auf den Preis der Gegenstände achten und nicht darauf, dass das Holz aus dem sogenannten Raubbau kommt. Allein für den deutschen Markt werden jährlich 400 Quadratkilometer indonesischer Regenwald vernichtet. Das ist Tropenholz im Wert von ca. 150 Millionen Euro. Obwohl die Auswirkungen hinreichend bekannt sind (dass sich das Klima durch die Urwaldrodung weltweit verändert), wird schätzungsweise trotzdem jedes Jahr eine Fläche, die dreimal so groß ist wie die Schweiz (etwa 15 Millionen Hektar), gerodet.

Zerstörter Regenwald


In Indonesien sind in den vergangenen 50 Jahren fast die Hälfte der Urwälder zerstört worden. Von der russischen Taiga existiert nur noch ein Viertel im ursprünglichen Zustand. In Venezuela ist der Bestand der subtropischen und tropischen Wälder stark bedroht. Seit Beginn der 80er Jahre gibt es einen neuen Faktor der Regenwaldzerstörung. Es ist der Bau von riesigen Staudämmen. In Indien und Südamerika wurden Tausende Hektar Wald für die Errichtung von Staudämmen abgeholzt. Außerdem führen abgeschobene Landwirte, Landwirtschaft, Viehwirtschaft, Bergbau, Industrie, Kolonialisierung, Tourismus, Entwicklung, Massenkonsum, Schuldenlasten und Überbevölkerung ebenfalls zur Regenwaldzerstörung. Wenn die Abholzung des Regenwaldes in diesem Tempo weitergeht, kann man davon ausgehen, das es in einigen Jahr zehnten nicht einen einzigen Baum im jetzigen Amazonasgebiet mehr gibt.

'Die Bäume starben zuerst'

Autoren: Julia Tauscher, Denise Arndt
Letztes Update war am 20.11.2005 | 130035 Abrufe